Kritik Konzert Traunstein

Review

Review "JazzPodium"

eXtracello

Nr. One

EXTRACD001

Das Cello ist im Jazz noch immer ein exotisches Instrument. Charles Mingus spielte es gelegentlich, Oscar Petiford und Harry Babasin setzten das Cello bewusst als Zweitinstrument ein, Fred Katz emanzipierte das Cello Mitte der 50er Jahre im Jazz. Die vier Cellistinnen von eXtracello erschließen dem Instrument völlig neue Ausdrucksmöglichkeiten. "Metallic angels", eine Eigenkomposition von Melissa Coleman, könnte dem Free Jazz zugerechnet werden, wenn sich die Musik dieses Quartetts nicht jeglicher Kategorisierung verweigern würde. Jobims "One note samba" und Gershwins "The man I love" auf dem Cello? Das funktioniert wie Freddy Mercurys Hit "Crazy little thing called love" und Bob Dylans "Just like a woman". Dazwischen Klassiker von Bach und Dowland und der "Tango volver" von Gardel. Edda Breit, Gudula Urban, Melissa Coleman und Margarethe Deppe improvisieren mit einer Spielfreude, die auch den "Klassikern" gut tut. Groovecello? Cellogroove? Jazz, Pop, Rock, Klassik bis Moderne - alles passt, alles wirkt wie neu und speziell für diese vier Ausnahmemusikerinnen geschrieben. Und macht ungeheuren Spaß beim Hören.

(Rainer Bratfisch)

Kritik "Kurier"

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